Old Europe wird immer unbedeutender. Nach Befunden der United Nations Population Division lebten im Jahre 1900 21 Prozent der Weltbevölkerung in Europa. Heute sind es weniger als 12 Prozent, 2050 werden es den Vorausschätzungen dieser UN-Behörde nach 7 Prozent und am Ende unseres Jahrhunderts weniger als 4 Prozent sein.
Wie USAerklärt schreibt, dürfte die Zahl der Menschen in den USA die Marke von 300 Millionen in den kommenden Wochen überschreiten.
“Dreihundert Millionen, das ist Platz Drei hinter China und Indien, wenn auch mit sehr deutlichem Abstand. Es sind mehr als doppelt so viele Menschen wie am Ende des 2. Weltkrieg und zehn Mal so viele wie am Anfang des Bürgerkriegs 1861. Im Moment kommen jedes Jahr noch 2,8 Millionen weitere hinzu - grob gerundet also einer alle zehn Sekunden. Kein anderer Industriestaat wächst so schnell. Auch der Platz dafür ist vorhanden, denn die USA haben eine niedrige Bevölkerungsdichte. Deutsche Verhältnisse würden erst bei etwa 2,2 Milliarden Menschen erreicht [...]
Bekanntlich ist die Entwicklung in Deutschland und Kontinentaleuropa genau gegenläufig [...]
Um es etwas plastischer zu machen: Die USA gewinnen bis 2050 mehr als ein Deutschland hinzu, mehr als ein Deutschland und eine Niederlande sogar. Deutschland verliert im Gegenzug ein Irland.”
Von diesem Wandel bleibt Großbritannien, wie fast alle angelsächsischen Länder, ebenfalls verschont. Großbritannien und Australien gewinnen ein Israel, Kanada sogar ein Griechenland hinzu.
Doch das Schrumpfen der Bevölkerung in den Staaten Europas ist nur eine Facette dieser Angelegenheit – und möglicherweise eine nicht besonders wichtige. Das Europa des Jahres 2050 wird ein vergreister Kontinent sein. Nehmen wir Deutschland als Beispiel. Hier leben heute 45 Millionen Menschen in der Altersgruppe zwischen 20 und 60 Jahren. Den Hochrechnungen zufolge werden es 2050 nur noch 30 und 2100 bloß 20 Millionen sein, selbst wenn der Zuzug im gegenwärtigen Tempo weitergeht. Und Trends zeigen, dass immer mehr junge Menschen das sinkende Schiff verlassen.
In einigen Ländern Europas artikulieren bis zu 30 Prozent der jungen Leute Auswanderungswünsche.
Im Bericht der europäischen Handelskammern vom März 2005 heißt es, Amerika liege in jeder Hinsicht vorn und mache schnellere Fortschritte. Außerdem werde Europa mit etwas Glück 2072 das amerikanische Pro-Kopf-Einkommen erreichen, und Europa werde mehr als 100 Jahre benötigen, das US-Niveau auf den Gebieten Forschung und Entwicklung einzuholen. Eurobarometer, das in regelmäßigen Abständen die Stimmung in Europa mißt, weiß zu berichten, die Bürger Europas seien weit pessimistischer, was ihre Zukunft angeht, als die Amerikaner (und dabei sind Bulgarien und Großbritannien am optimistischsten, Deutschland ist am pessimistischsten).
Eine CIA-Prognose für das Jahr 2020 (Mapping the Global Future, veröffentlicht vom National Intelligence Council) kommt zu der Aussage, die Europäische Union werde möglicherweise innerhalb von 15 Jahren infolge des wirtschaftlichen Niedergangs auseinanderbrechen.
Kann man noch was dagegen unternehmen? Mit den bisherigen kontinentaleuropäischen Rezepten sicher nicht. Mit der Mehrwerststeuer auch nicht!