Die Hamas verkündet eine Anerkennung Israels werde es auch unter einer Einheitsregierung nicht geben. Sie macht dabei deutlich, dass das Nahostquartett keinen Frieden für die Autonomiegebiete bringen kann. Der Schatten des Iran verdunkelt die Sicht auf angenehmere Verhältnisse im Nahen Osten: In Wahrheit konzentriert sich sämtliche westliche Diplomatie darauf den wachsenden Einfluss Teherans einzudämmen. Auch “moderate” Diktaturen wie Ägypten und Saudi-Arabien fürchten ein weiteres Erstarken der Hamas und ihre finanziell motivierte Hörigkeit gegenüber dem schiitischem Regime. Bedrohlich dabei, und ein weiterer Weg zurück in die Logik des Kalten Krieges, ist die Angewiesenheit des Westens auf keinen besseren Bündnispartner als Abbas’ ebenfalls judenmordende Fatah. Eine Partei die um Saddam mehr als trauert.
Während Israel Militäraktionen nicht ausschließt, Saudi-Arabien und die Türkei mit dem Einmarsch in den Irak drohen und die Hizbollah den Libanon im Würgegriff hält, steht die westliche Welt also vor der Alternative eines schwierigen Regime Change im Iran (und damit einem Ende der Finanzierung von Hamas, Hizbollah und irakischem Widerstand) oder eines großen Staatenkrieges im Nahen Osten an dessem Ende der Sieg von Iran oder Saudi-Arabien steht.
UPDATE: Kaum noch Spielzeug in den Straßen von Gaza. Böse Sanktionen!