Verrückt
Die amerikanische Zentralbank pumpt weiter Geld in den angeschlagenen Markt. Ich halte das für verrückt. Das bereinigende Gewitter einer Rezession wird hinausgeschoben, die Inflation steigt. Aber bei den FEDs sind scheinbar echte Bürokraten am Werk, denn es gibt einen Weg wie es keine Inflation gibt: Sie entnehmen einfach Lebensmittelpreise und Öl aus der Rechnung, und plötzlich ist die Inflation nicht so schlimm und es kann weiter gemacht werden. Dumm nur, dass der gewöhnliche Verbraucher weiterhin tanken und essen muss. Wenn Bernanke jetzt weiter die Zinsen senkt, ist er reif für die Klapse! Ich hoffe wir müssen keine Analogie zu den 1920ern aufbauen, aber es sei darauf hingewiesen: Nachdem die Wirtschaft unter Harding und Coolidge boomte, kam 1928 durch Eingriff der Zentralbanken eine zu heiße Situation zu Stande. 1929 crashte die Börse. Anschließende Mega-Zölle unter Hoover und schließlich der sog. New Deal Roosevelts legten der Wirtschaft die Ketten an - the Great Depression.
März 17, 2008 um 3:21
Volle Zustimmung. Zinssenkungen sind in einer solchen Situation nichts Geringeres als Antidepressiva. Und die machen eben abhängig. Nicht nur Bernanke ist längst reif für die Klapse.