Die Frage nach dem wann

Mit der USS Abraham Lincoln im Persischen Golf hat die Navy ihre Streitkräfte gegenüber Iran erneut massiv zusammengezogen. Auslöser ist scheinbar nicht nur die kriegsähnliche Spannung zwischen Syrien und Israel (hier besteht u.a. die unmittelbare Gefahr eines biologischen oder chemischen Angriffes auf Israel): Am morgigen Dienstag wird General David Petraeus vor dem Kongress einen Statusbericht abgeben. Mit wohl deutlichen Worten zum Krieg den Iran bereits faktisch gegen die USA führt.

Diese Kriegserklärung des Irans blieb bis jetzt faktisch unbeantwortet, doch trotz Wahlkampf ist nicht klar ob dies so bleibt. Auch beim Aufstand der Martyrerbrigaden in Basra sollen iranische Agenten ihre Finger im Spiel gehabt haben. Luftschläge auf den Iran sind nicht mehr auszuschließen, zumindest Crossborder-Aktionen gegen die militärischen Stellen im Iran die an der irakischen Grenze sitzen, möglicherweise auch gegen die iranischen Atomanlagen. Israel spielt in dieser Situation eine Rolle, es könnte die vom Iran bewaffneten Hizbollah-Brigaden angreifen, evtl. auch Syrien. Die Kommunikation zwischen militärischen Strategen in Israel und in den USA ist jedenfalls deutlich gestiegen – beißen sie nun zu?

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7 Antworten to “Die Frage nach dem wann”

  1. Florian Says:

    schönes Layout übrigens :)
    Und wenn Bush jetzt noch im Iran Krieg anfängt, ohne das noch was Großes, öffentlich Aufmerksamkeit erregendes seitens des Iran geschieht, meinst du nicht, dass McCain die Wahl vergessen kann, solange es nen Kandidaten gibt bei den Demokraten?

  2. Der Iran führt praktisch Krieg gegen die USA, es sind dabei bereits etliche Soldaten umgekommen, das wissen auch die Amerikaner. Ob McCain die Wahl vergessen kann hängt weitestgehend davon ab wie so ein Angriff aussehen würde (ich kann mir aber auch etwas zwischen November, der Wahl, und Januar, dem Amtsantritt vorstellen). Sollte es zu einem Luftschlag kommen werden außerdem wohl keine US-Soldaten getötet werden, das Gerede über das Ende amerikanischer Hegemonie wäre bei Erfolg zuende.
    Außerdem wird es einfach höchste Zeit, mit Hinblick auf das Atomprogramm. Wäre Deutschland 1938 ein Ende gesetzt worden, was wäre erspart geblieben…

  3. Außerdem, warum sollten sich die Amerikaner in Zeiten internationaler Krise hinter einem jungen Mann sammeln der nie ein befühlsführendes Amt bekleidet hat und dessen Pastor Kontakte zu Lybien hat? Obwohl eine kürzliche Studie ergab 71% sind für eine starke Allianz mit Israel, also über die Parteigrenzen.

  4. Auch von mir Gratulation zum neuen Layout, finde ich auch sehr schön.

    Mit einem Militärschlag gegen den Iran rechne ich aber nicht mehr in diesem Jahr.

  5. Florian Says:

    ich auch nicht.. und das Obama/Priester-Zeugs.. naja, die wählen ja nicht den Priester ;)

  6. Aber wenn man sonst nicht viel anbietet außer „Change“, dann urteilen halt viele danach mit welchem Leuten man sich so abgibt. Und das halte ich auch für legitim.

  7. Mit einem Beginn des Krieges ist nicht zu rechnen. Der Krieg zwıschen Iran und Usa und Israel und Syrien laeuft bereits. Wer da eine offene Feldschlacht erwartet ist etwas altmodisch. Die Israelis und die Syrer sind bis ins Extrem angespannt. Syrien hat bereits massenhaft schmutzige Waffen in Stellung gebracht – auch in den Haenden der Hisbollah direkt an der Grenze. Die Libanesen sehen in dem israelischen Angriff 2006 den Startschuss zum Krieg. Gegenwaertig wird die Ruhe vor dem Sturm genutzt um maximale Bestaende aufzubauen. Israel duerft besonders von diesen grenznahen Stellungen gefaehrdet sein, da die israelische Aufklaerung sich zwar allwissend weiss, aber dort nicht wirklich weiss was abgeht. Da diese Waffen nicht einfach zu erkennen und aufzufinden sind. Aehnlich Musharraf in Pakistan ist die offizielle libanesiche Armee nicht mehr auf einer Seite. Die Syrische Taktik wird vorraussichtlich aus heftigen Angriffen auf einzelne Gebiete bestehen. Auch Wasserreserven sınd dabei vermutlich Ziel. Kann Syrien schon nicht den Golan zurueckholen, so doch unbrauchbar machen. Die syrische Puzzletaktik soll Israel von grossflaechigen Militaerschlaegen oder dem Einsatz von Atomwaffen abhalten. Diese militaerische Erpressermethode soll Reichweiten und Art der Waffen zeigen, ebenso deren dezentrale Verteilung. Besonders Haifa duerfte fuer die Syrer und die Hisbollah erste Wahl sein um mit einem weiteren Angriff der gleichen Art, der Stadt Tel Aviv zu drohen und damit die israelische Armee taktisch-psychologisch unter Druck zu bringen. Israel ist auf diese Art der Kriegsfuehrung nicht vorbereitet, lediglıch die Eigensicherung steht. Aus Sicht des Iran versucht Syrien Israel als eine Art Geisel gegenueber den USA zu nehmen, um Druck auszuueben. Deshalb richtet sich das Augenmerk der Iraner und Syrer ganz auf Israel und weniger auf die amerikanische Flotte. Sollte es zu einem Ausbruch dieser Kampfhandlungen kommen, dann in der ersten Maihaelfte oder um Mitte Mai spaetestens. Sollte die Erpressertaktik der Syrer und des Iran gegenueber den Amis aufgehen, dann ist ein baldiger Krieg unwahrscheinlich. Die aufgestellten Bestaende sind so schmutzig, das von einem Angriff abzusehen ist und die İnitiative Carters wieder Gespraechsthema werden sollte, aus reinem Eigeninteresse. So wie die Dinge liegen, sieht es allgemein nicht gut aus, da sich die Dinge in Syrien von ganz alleine zuspitzen. Wer dafuer eine Loesung weiss ist zu bewundern. Bleibt nur das Vertrauen in die ueberlegene israelische Technik. Wobei die Kriegsfuehrung der Syrer eher dem Sturm einer mittelalterlichen Festung gleicht. Es bleibt spannend bis Mitte Mai. Eine sehr schnelle Loesung durch Israel und dıe USA duerfte nicht das schlechteste sein. Die Karten liegen auf dem Tisch. Fun is over.

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