Eiskalt

Die Beziehungen zwischen China und dem Westen werden eisig. Hatte das Regime in Peking zunächst darauf gesetzt, dass die Spiele ein Propaganda-Erfolg werden, so blickt es jetzt der Realität ins Auge. Es folgen teilweise offene Drohungen an westliche Staaten. Die Bevölkerung wird durch die Staatsmedien zu Protesten gegen westliche Staaten aufgerufen. Eine ganz andere, ebenfalls an den Kalten Krieg erinnernde Auseinandersetzung spielt sich in Afrika ab. Nicht nur unterstützt China das mordende Regime im Sudan, auch Zimbabwe’s noch-Diktator Muagabe soll gestützt werden – doch die USA schreien jetzt deutlich: „Bis hier hin und nicht weiter!“

Eine Waffenlieferung Chinas an Mugabe ist bereits seit einiger Zeit unterwegs in Richtung Zimbabwe. Die USA wollen nun durchsetzen, dass dieses Schiff nirgendwo anlegen darf. Mugabe’s Zeit dürfte bereits abgelaufen sein, aber er besitzt noch eine gewisse Macht über Leibgarde und Teile des Militärs, daran könnte eine friedliche Machtübergabe an die demokratische Opposition scheitern. Offenbar gibt China nun nach und ruft das Schiff in dem „völlig normalen Handel mit Militärgütern“ zurück.

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2 Antworten to “Eiskalt”

  1. andrethiele Says:

    Die Waffenlieferung an Mugabe ist schon ein starkes Stück…

    Aber momentan sieht es nicht so aus, als ob die Waffen Simbawe noch ereichen werden…
    Nicht nur die Amis wollen verhindern, dass die waffen Mugabe ereichen, sondern auch Europäische und Afrikanische Staaten.

  2. Wer den Interessen der deutschen Wirtschaft folgt, wird vermutlich keine offiziellen Proteste Deutschlands erwarten. Schon Merkels Tibetpolitik war auf des Messers Schneide, aus Sicht der Wirtschaft. Wer hat denn von einem kommunistischem Regierungsapparat etwas anderes erwartet? Auch die russischen Traditionen leben fort. Anders als Deutschland, das demnaechst in naechste Jahrzehnt der Vergangenheitsbewaeltigung eintritt, haben China und Russland das nicht noetig. Die hundert Millionen Toten dieser Regime beeindrucken seit eh und je niemanden. So haben China und Russland scheinbar gar keinen Verhaltenskodex noetig, es zaehlt was nuetzt. Auch die Amerikaner sind von dieser Position nicht weit weg, allerdings haben die auch nicht solch eine Vergangenheit. Wer heute Einwanderer erlebt, etwas aus der ehemaligen Sowjetunion, trifft immer noch auf ein weites Verstaendnis fuer jede Art von Gewalt. Der Geist der Rotarmisten lebt. Ein israelischer Soldat sagte in einem israelischen youtubevideo ueber die Palaestinenser, das diese Tiere seien und nur die Israelis seinen Menschen. Jede Wette das der Bursche aus der ehemaligen GUS nach Israel eingewandert ist. Vergangenheitsbewaeltigung ist nie zu spaet, nirgendwo.

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